Verbesserung der Gesundheitsversorgung durch Design

Wie sorgen wir dafür, dass Gesundheitsversorgung erschwinglich bleibt? Was können wir tun, um Qualität und Effektivität zu erhöhen? Welche Rolle kann Design dabei spielen? Im Gesundheitswesen gibt es heute viele Herausforderungen. Denken wir an das steigende Durchschnittsalter, sich verschlechterndes Essverhalten oder die Zunahme von Burnout-Symptomen. Infolgedessen steigt die Nachfrage nach Möglichkeiten der Stressverringerung bei Pflegedienstleistern.

Um dem entgegenzuwirken, werden gutgemeinte Pläne entworfen, teure Softwarepakete neu gestaltet oder gekauft und neue Mitarbeiter eingestellt. Hat man jedoch keine klare Vorstellung der ​​Bedürfnisse von Patienten und Pflegepersonal, besteht eine gute Chance, dass man das Wesentliche völlig verfehlt. Hier kommt Design ins Spiel.

Es gibt verschiedene Design-Methoden, mit denen Probleme gelöst werden können. Vielleicht haben Sie von Design Sprints, nutzerzentriertem Design, Lean UX oder Design Thinking gehört. Hier und dort gibt es Unterschiede, aber im Wesentlichen geht es darum zu erkennen, wie Kunden Probleme angehen. Dieser Artikel erklärt Design Thinking und wie es im Gesundheitswesen angewendet werden kann.

Was? Design Thinking?

Design Thinking ist eine Methode um Probleme zu lösen, um das Erlebnis mit einem Produkt, einer Marke oder einer Dienstleistung zu verbessern. Die Person/der Benutzer steht dabei im Mittelpunkt. Das heißt, man erfindet keine Features, weil sie möglich sind, sondern weil sie Mehrwert schaffen.

Nehmen wir z.B. ein Unternehmen, das mit Ausfällen aufgrund von Burnouts zu kämpfen hat. Wie kann man das Unternehmen aufstellen, um Burnouts zu verringern?

Der erste Schritt ist, uns mit dem Phänomen Burnout zu befassen. Welche Faktoren erhöhen das Risiko innerhalb des Unternehmens? Wenn wir Pflegekräfte interviewen, wie hoch bewerten sie ihre Belastung? Was sehen wir, wenn wir Mitarbeiter bei der Arbeit beobachten? Kurz gesagt, wir versetzen uns in die Lage des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.

Dann suchen wir Lösungen. Nichts ist zu verrückt; in dieser Phase ist immer noch alles möglich. Wir sind nicht durch Technologie und Geschäftsprozesse eingeschränkt. Nehmen wir an, wir bauen eine App, welche die Nutzung des Laptops eine Stunde pro Tag verhindert und Mitarbeiter dazu bringt, in dieser Stunde 5.000 Schritte mit ihren Kollegen zu gehen. Für jeden Tag, an dem man die Schrittzahl erreicht, zahlt der Arbeitgeber einen geldwerten Rabatt für ein Sportabo.

Gute Idee? Schlechte Idee? Du wirst das mit einem Prototyp testen. Es muss noch nicht alles funktionieren, aber die Grundprinzipien können getestet werden. Was sind die Vorteile? Was sind die Nachteile?

Klar wird, dass wir Zeit und Geld sparen, wenn wir nicht gleich mit der Entwicklung beginnen. Wir testen zunächst, ob es den Bedürfnissen der Mitarbeiter entspricht und den Stress reduziert. Wir versetzen uns in die Lage der Nutzer und passen die Lösungen entsprechend an.

Das ist ein Beispiel. Es gibt unzählige andere Situationen, in denen Design im Gesundheitswesen sehr wertvoll ist.

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Stefan Layer

Geschäftsführer